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Alle lernen individuell, projektartig und handelnd

Unsere Lernkultur

An unserer Schule lernen Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Begabungen und Lernausgangslagen. Sie lernen in ihrem Tempo und an ihren Themen und übernehmen so zunehmend Verantwortung für ihren Lern- und Lebensweg.

Der Unterricht findet in unserer Schule in vier Organisationsformen (Hauptfachunterricht in Kombination mit Lernbüro, Projektunterricht, Werkstattunterricht, Ganztagsangebot) statt. Ein rhythmisierter Schultag bietet den Schülerinnen und Schülern Sicherheit und Orientierung.

Im Hauptfachlernen finden sich die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch wieder, die die Basis für jede weitere (Aus-)Bildung darstellen. Ergänzt wird die klassengebundene, individualisierte Arbeit auf verschiedenen Niveaus durch die Arbeit in Lernbüros, in denen die Kinder und Jugendlichen selbständig arbeiten, beraten von Fachlehrkräften.

Im Projektunterricht arbeitet jeweils der gesamte Jahrgang an einem gemeinsamen, fächerübergreifenden Thema. Der Themenkatalog speist sich dabei vorwiegend aus den Fächern GuP (Gesellschaft und Politik) und NW (Naturwissenschaften). Jedes Projekt orientiert sich an der Grundstruktur des gemeinsamen Einstiegs in das Thema durch verschiedene Workshops, der individuellen Themenfindung, der Themenbearbeitung und der Präsentation. Lehrkräfte organisieren die Workshops und setzen den Rahmen für die Bearbeitung der Themen. Nach der Workshop-Phase haben sie vorwiegend die Aufgabe, zu beraten, Hilfestellungen zu bieten und den Prozess zu begleiten. Schülerinnen und Schüler erfahren durch die Prozesse der selbständigen Themenfindung, Erarbeitung und Präsentation eine Selbstwirksamkeit, die zu Selbstbewusstsein und Bewusstmachung des eigenen Lernprozesses führt.

Im Werkstattunterricht bieten wir den Schülerinnen und Schülern eine Auswahl von Kursen aus den Bereichen Handwerk (z.B.: Holz, Metall, Hauswirtschaft, Textiles Gestalten, Kochen, Urban Gardening), Bewegung (Sport, Erlebnispädagogik, Tanz), Kreativität (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel) und Forschen (Naturwissenschaften & Technik) an. Es gibt Belegpflichten für bestimmte Kurse und Schwerpunkte. Die Wahlmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler erhöhen dabei die Motivation, ermöglicht eigene Schwerpunktsetzungen und die Entwicklung vertiefender Kompetenzen.

Ab Klasse 6 können die Schüler*innen eine zweite Fremdsprache lernen. Hier bieten wir Spanisch, Französisch und Russisch an.

Das Ganztagsangebot beinhaltet Unterricht, Förderangeboten und Clubs, die die vielfältigen Interessen unserer Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Sie reichen von Fußball und Tanz über Schulband bis hin zu Robotik und Kunst.

Getragen wird die Lernkultur unserer Schule von Kolleginnen und Kollegen, die in multiprofessionellen Teams organisiert sind und möglichst verbindlich für einen längeren Zeitraum verantwortlich und verlässlich mit einer Schülergruppe arbeiten und sie begleiten.

Wissenswertes zum Schulkonzept der OSK finden Sie auch im Infoflyer "Wir stellen uns vor!" (pdf, 823.7 KB)

Inklusion

Seit 2010 bedeutet Inklusion an der Oberschule an der Koblenzer Straße, dass alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen.
Alle Klassen sind inklusiv geführte Klassen mit je maximal fünf Kindern aus den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, emotional-soziale Entwicklung und Geistige Entwicklung. Alle Jahrgänge haben je Klasse zwei Klassenlehrkräfte, sonderpädagogische Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal wie Assistenten, die feste Mitglieder im Jahrgangsteam sind.

In den Jahrgangsteams wird gemeinsam an folgenden inklusiven Aufgaben gearbeitet:

Das Jahrgangsteam entscheidet in welchen Unterrichtsstunden die Doppelbesetzung eingesetzt wird.

Binnendifferenzierter Unterricht findet auf verschiedenen Lernniveaus statt.

Förderdiagnostik, Förderplanung, differenziertes Unterrichtsmaterial und ein System der Selbsteinschätzung inkl. Rückmeldung der Lehrkräfte zur Unterstützung der individuellen Lernprozesse sind Bestandteil des Alltags in allen Klassen.

Wir arbeiten zusammen mit dem ReBUZ, dem Amt für soziale Dienste und anderen außerschulischen Diensten.

Als Standort für die Inklusion von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wurde das Schulgebäude der OSK auf diese Aufgabe baulich adäquat vorbereitet. Das zusätzlich benötigte Fachpersonal, wie Schulbegleiter und Assistenzen, werden in die inklusive Arbeit der OSK integriert.

Der Unterricht findet weniger fächerorientiert statt, sondern weitestgehend fachübergreifend in Sinnzusammenhängen und in vier Unterrichtsblöcken.

Unsere Lernkultur erlaubt es uns, in sehr hohem Maße Räume und Settings für eine individuelle Lernentwicklung zu schaffen.

In der Verordnung über inklusive Bildung sind alle Regelungen des Landes Bremen zum Thema Inklusion zusammengefasst.

Digitales Lernen

Digitale Medien sind fundamentaler Bestandteil unserer neuen Lehr- und Lernkultur. Sie ermöglichen individuelles, differenziertes und zeitgemäßes Lernen.

Wir verstehen Digitalisierung nicht als eine schlichte Ergänzung oder Verbesserung traditioneller Lehrmethoden. Digitalisierung bedeutet eine grundlegende Umwälzung aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche. Damit verändert sie zwangsläufig auch die Bedingungen, Inhalte und Ziele von Schule. Digitale Medien sind also nicht nur ein weiteres Werkzeug im Methodenkoffer, sondern Grundlage und Bedingung grundsätzlich neu gedachter individualisierter und inklusiver Lehr-/Lernprozesse.

Die OSK setzt dabei seit 2012 u.a. auf den Einsatz von Tablets. Die Nutzung der Tablets im Unterricht, ergänzt durch mobile und drahtlos angesteuerte Fernseher, ist selbstverständlich. Besonders für das Lernen in Projekten und für das Forschende Lernen sind die Geräte u.a. zum Recherchieren, zum Präsentieren und zum Zusammenarbeiten unentbehrlich. Wir freuen uns deshalb auch sehr, dass Bremen allen Schülerinnen und Schülern ein eigenes iPad zur Verfügung stellt und wir dadurch unseren bereits begonnenen Digitalisierungsprozess noch konsequenter weiter gehen können.

Seit 2016 wird bremenweit itslearning für das E-Learning genutzt. Dort stehen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und findet die Kommunikation statt.
Darüber hinaus nutzen und erproben ständig Programme und Webangebote, um die Lernumgebung und -anreize für unsere Schülerinnen und Schüler zu verbessern, und versuchen auch, diese Experimentierfreude an die Kinder weiterzugeben. Denn auch das ist ein zentraler pädagogischer Ansatz unserer Schule: Digitale Medien sind primär nicht ein Mittel der klassischen Wissensvermittlung, sondern ermöglichen selbstgesteuertes Lernen, kreative Lernprozesse, Möglichkeiten zur Gestaltung sowie zur Interaktion.

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